Freitag, 26. April 2024

Karl-Josef Kuschel - religionsökumenische Weite (aktualisiert)

 Karl-Josef Kuschel (geb. 1948 in Oberhausen) ist nicht nur Schüler von Hans Küng und kontinuierlicher Mitarbeiter an dessen Weltethos-Projekt, sondern er hat in eigenständiger Weise auch Küngs dialogisches Anliegen weitergeführt. 

Als katholischer Theologe lehrte er von 1995 bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und engagierte sich im Bereich der christlich-ökumenischen Forschung.
Von 1995 bis 2009 war er auch Vizepräsident der Stiftung Weltethos, wirkte dann als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Weltethos und gehört seit 2012 zum Kuratorium der Stiftung.
Inzwischen wurde er auch Präsident der Hermann-Hesse-Gesellschaft.


Allein diese kurzen biografischen Hinweise signalisieren den Schwerpunkt von Kuschels Forschungs-, Vortrags- und Begegnungstätigkeit.

Er hat diese Bereiche in entsprechenden „Schlüsselwerken“ dokumentiert:
So ist eine  Theologie der Kultur entstanden - unter literaturwissenschaftlichen,
theologischen, ethischen und poetischen Gesichtspunkten
mit einfühlsamen Präsentationen von Schriftstellern und Dichtern.
Diese stammen überwiegend aus dem deutschen Sprachraum.
Es sei hier nur an seine sorgsamen und zugleich
spannenden Begegnungen und Auseinandersetzung mit Heinrich Heine,
Rainer Maria Rilke (mit Bezug auf Buddha, s.u.),  Thomas Mann, Stefan Zweig
Walter Jens und seinem Lehrer Hans Küng erinnert.  


Homepage von Karl-Josef Kuschel 

Alle Bücher von Karl-Josef Kuschel
im Patmos-Verlag

> Mehr zum Patmos-Verlag >>>








»Unser Geist ist Weltgeist« 
Stefan Zweig und das Drama eines
 jüdischen Weltbürgertums. 
Ostfildern: Patmos 2024, 576 S.
ISBN 978-3-8436-1501-3
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe  >>>
Weitere Informationen >>>

Als ob er horchte.
 
Rainer Maria Rilkes Dialog mit Buddha
Ostfildern: Patmos 2020, 208 S.
Verlagsinfo >>> 

Weitere Infos & Kommentare 

Karl-Josef Kuschel / Shahid Alam: 
Ostfildern: Patmos 2021, 432 S., Kalligrafien -
--- Orientbegegnungen der besonderen Art ---


























 
Sein von Kompetenz und Dialog geprägtes theologisches Lebenswerk war der ehrenvolle Anlass, Karl-Josef Kuschel am 31. Juli 2019 in Salzburg mit dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen auszuzeichnen.


















Der Augsburger Religionspädagoge Georg Langenhorst hielt die Laudatio: 

--- Theologie im Dialog und für den Dialog.
      Laudatio für Karl-Josef Kuschel zur Verleihung
      des Theologischen Preises..

--- Karl-Josef Kuschel: Gottesleidenschaft.
      Denken und Glauben im Gespräch
      mit Literaturen und Religionen.

      Dankesrede nach Verleihung
      des Theologischen Preises.

Beide Texte in:
Martin Dürnberger (Hg. im Auftrag des Direktorium der Salzburger Hochschulwochen als Jahrbuch): Die Komplexität der Welt und die Sehnsucht nach Einfachheit.
Innsbruck-Wien: Tyrolia 2019, S. 131-144.145-165


Christoph Gellner und Georg Langenhorst
hatten übrigens ihr  Buch "Blickwinkel"
 

Karl-Josef Kuschel zum 65. Geburtstag gewidmet ---
denn hier kommen die beiden Seiten von Kuschels Denken sehr schön zum Ausdruck: Literarische Texte und interreligiöses Lernen.


Antisemitismus und deutsche Demokratie.
Theodor Heuss und seine "Feldzüge gegen das Vergessen"..

Ostfildern: Patmos 2019, 448 S.
---
Verlagsinformation: hier

Im Blick auf den interreligiösen Dialog und den "Trialog" seien besonders erwähnt:

Typisch für Kuschels Bücher ist die klare und oft erzählerische Sprache - ein Charakteristikum seiner Art, sozusagen narrativ auf die Begegnung mit Religionen und Dichtung zu reagieren. Diese Sprache verbindet er jedoch mit sorgsamer (literar-)wissenschaftlicher Recherche. Dadurch sind die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zugleich in eine angenehme Lesbarkeit gekleidet. 
Diese Tendenz zeigt sich bereits in:
Lachen - Gottes und der Menschen Kunst
Tübingen: Attempto 1998, 2. Aufl. , 208 S. --- 
 ISBN-10 ‏ : ‎ 3893082948 --- ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3893082940

Beim interreligiösen Dialog setzt Kuschel, von seiner Arbeit am „Weltethos“ herkommend, einen trialogischen Schwerpunkt – immer mit dem Blick auf eine Weitung hin zu den anderen religiösen Traditionen.
Neben der Person des Abraham hebt er Noah und den ihm und
allen Menschen geltenden universalen noachitischen Gottesbund besonders hervor. Eine wirkliche hermeneutische Schlüsselrolle spielt natürlich Gotthold Ephraim Lessing in seiner wirkungsgeschichtlichen Bedeutung für den Toleranzgedanken und die Religionsgeschichte. 
Auf diese Weise werden die Lesenden in einen Kosmos eingeführt, der von der Kraft der Auseinandersetzung um Sinn- und Gottesfrage und von einem interreligiös unvoreingenommenen "Brückenbau" gleichermaßen geprägt ist.


Lieferbare Bücher von Karl-Josef Kuschel im Patmos-Verlag






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