Samstag, 11. Februar 2017

Islamische Theologie an deutschen Universitäten (aktualisiert)


Die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern haben inzwischen organisatorisch umgesetzt, den Islam als Teil Deutschlands in die universitäre Lehre und Forschung einzugliedern. Die Erfahrungen mit den islamischen Studienzentren an den Universitäten sind einigermaßen ermutigend:
  • An den Universitätsstandorten für Islamische Religionslehrerausbildung geht es um die wissenschaftliche Vergleichbarkeit mit den anderen universitären Disziplinen.
    Im Blick auf die Beiräte, die die Studienzentren begleiten und für die Berufungen der Lehrenden ggf. zuständig sind, gibt es jedoch noch Differenzen, die man nun doch mit allen Beteiligten zu lösen versucht.


  • Details zu den Studienzentren für Islamische Theologie (s.u.) 
  •  
  • Muslime an deutschen Hochschulen. Religiöse Kompetenz stärkt Vielfalt und Internationalisierung. Deutsche Universitätszeitung (duz) - duz Special, 27.01.2017 (12 S., Abb.)



Zwei Besonderheiten:

1.  Der Alevismus wird als eigenständige Bekenntnisgemeinschaft geführt. Daher gibt es in Nordrhein-Westfalen auch dafür einen regulären Unterricht:
--- Alevitischer Religionsunterricht: Bericht vom 14.02.2011 im Kölner Stadtanzeiger
--- Alevitischer RU als ordentliches Lehrfach  (Schule NRW 05/2012) 

2.  Die Ahmadiyya als islamische Sonderform hat in Hessen inzwischen den Status einer
Körperschaft öfentlichen Rechts
.
--- Homepage der deutschen Ahmadiyya: hier





Forschungs- und Ausbildungszentren für
Islamische Theologie in Deutschland

 Universität ERLANGEN-NÜRNBERG:


Universität FRANKFURT/M. (in Verbindung mit der Universität Gießen): 

 Universität HAMBURG:  
Akademie der Weltreligionen (AWR) --- Leitung: Prof. Dr. Wolfram Weiße
Diese Einrichtung versucht, die verschiedenen Religionen im Rahmen der Universität ins Gespräch zu bringen und auf diese Weise die Lehrerausbildung interreligiös zu verstärken.
Stellv. Leitung und für die Islamwissenschaften zuständig: Prof. Dr. Katajun Amirpur.


Universität MÜNSTER   
Zur "Geschichte" --- Auswahl von  Berichten und Materialien
Universität OSNABRÜCK 

Universität TÜBINGEN:  
 Universität HAMBURG:  
Blog von Serdar Günes (Universität Frankfurt/M.) mit vielen Beiträgen zum Thema "Islamische Theologie und Religionspädagogik in Deutschland"

Sondersituation Bremen:
Ablösung des Faches "Biblische Geschichte" durch "Religion"
(Radio Bremen, 26.06.14)


Hessen:
Islamischer RU seit Schuljahr 2013/14 in Hessen (Übersicht bei rpi-virtuell) 

Eine Schlüsselrolle für das weitere Islam-Studium spielt weiterhin der größte religiöse Verband, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)
inbesondere, weil die theologisch ausgebildeten Imame für die DITIB Gemeinden von der türkischen Religionsbehörde Diyanet kommen und nur wenige Jahre in Deutschland bleiben. Hier tauchen in letzter Zeit zunehmend Probleme auf, die mit der Verbindung von Diyanet in der Türkei und DITIB in Köln zusammenhängen.
Vgl.: Claudia Keller in ZEIT online vom 13.01.2017:
Moscheeverband DITIB - Unter dem Druck von Erdogan


    Informationen zu: Deutsche Islamkonferenz: Übersichten in Google-News  



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