Samstag, 30. September 2017

Aschura bei Schiiten und Aleviten - 30. September 2017

Hussein, 2. Sohn des Kalifen Ali
Nach dem islamischen Kalender liegt Aschura im Monat Muharrem (Muharrem). Er wird  mehrere Tage überwiegend von Schiiten und Aleviten gefeiert. Der 10. Tag ist der Höhepunkt dieser festlichen Trauer, des sog. Muharrem-Fastens.
Weiteres aus Sicht der Aleviten: hier


Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das Aschura-Fest auf den
30. September 2017.

Die Aschura-Feiern werden mit Prozessionen und “Passionsspielen” begangen, besonders im Iran, Irak, Pakistan und Indien. Man erinnert sich an das Leiden des Prophetenenkels Hussein (siehe Namens-Kalligrafie), eines der Söhne des Ali (Imam Ali), der im Kampf um die Kalifennachfolge den Märtyrertod bei Kerbela (im heutigen Irak) erlitt, nach christlicher Zeitrechnung im Jahre 680.

Interessant ist, dass auch Sunniten Aschura feiern. Im türkisch geprägten Islam ist Aschura das Fest der Errettung Noahs mit seiner Arche am Berge Ararat.
Am 10. Muharram gibt es aus diesem Grund ein besondere Süßspeise mit 40 Zutaten.


CC

Freitag, 29. September 2017

Die Grenzen überschreitende Kraft der Musik --- Weltmusik (aktualisiert)

Für die Begegnung der drei monotheistischen Religionen bietet nicht nur die Sprache, sondern auch die Musik viele Möglichkeiten. Im Mittelalter entwickelte sich auf der Iberischen Halbinsel eine Bühne der Vemittlung von jüdischen, christlichen und islamischen Elementen, aber auch im übrigen Europa gab es mehr interreligiöse Musikverbindungen, als man normalerweise vermutet.  So gehen inzwischen Musiker und Komponisten immer wieder auf Entdeckungsreise. Mehrere Gruppen haben vor einigen Jahren damit begonnen, solche interreligiösen Schätze aktualisierend ans Licht, besser ans Ohr zu bringen.

Solche Beispiele sind auch:

1. Daniel Barenboim
und das West-Eastern Divan Orchestra
  
2. TRIMUM mit einem Chor
für Juden, Christen und Muslime


Die berühmte Stuttgarter Bachakademie als federführender Veranstalter hat von 2012 - 2014 dieses Projekt vorangetrieben. Seit 2015 wird es in Eigenregie geführt. Initiator und Promotor ist weiterhin  Bernhard König, der sich nicht nur als ehemaliger Konzertveranstalter, sondern seit längerer Zeit auch als Autor, Komponist und Interaktionskünstler die Musik als interreligiöse Kraft beeindruckend verdeutlicht.
Vgl. bereits: Bernhard König im WDR 5 -Tischgespräch vom 02.10.2013


TRIMUM - Spuren verdichteten interreligiösen Singens

Vgl. auch das Projekt: Musik-Begegnung für JUNGE OHREN (2012/2013)


 3. Die religiösen Traditionen
    der drei Religionen sind auch
    Schwerpunkt dieser
    Ensembles: 

 


Donnerstag, 14. September 2017

22. Interreligiöses Friedensgebet in Dortmund-Brackel: Mut zur Wahrhaftigkeit



Beim 22. Interreligiösen Friedensgebet am 12.09.2017 in Dortmund inszenierte der "Lichtmaler" Leo Lebendig mit dem "Coloured Black Octogon" ein Religionen übergreifenden meditatives Ritual.






Jüdische Mädchen-Tanzgruppe

Friedenslichter der Religionen (Solar-Licht-Körper)

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Der Einladungstext des 22. Friedensgebets in Dortmund

Mut zur Wahrhaftigkeit

Wahrhaftigkeit, Wahrheit – große Worte, hehre Ziele,
oft eingefordert – in der Politik, im Gericht, im Alltagsleben. 
Was wird da eingefordert?
Im Lateinischen gibt es neben dem Wort für Wahrheit, veritas, eine Reihe von Wörtern,
die sich mit dem „wahr sprechen“ sprechen, z.B. veridicentia, die Wahrhaftigkeit im Reden.
Damit assoziiert sich Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit,
Keine Lüge.
Im Gericht werden Zeugen vereidigt. Sie müssen versichern, die Wahrheit, nichts
als die Wahrheit zu sagen.
Im Bereich der Sprichwörter spielt dieser Zusammenhang seit alters her  eine Rolle:
“Ehrlich währt am längsten“.
„Lügen haben  kurze Beine“, „In vino veritas“, „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“.
Das klingt allerdings mehr wie zweckorientierte Lebensregeln.
Nicht lügen:  Eine Befragung hat ergeben,
dass im Durchschnitt (40-70 mal am Tag?
Von wem?) die Unwahrheit gesagt wird.
Bei einer anderen Befragung sagten 80% der Befragten, Lügen sei nicht so schlimm.
Ist Wahrhaftigkeit also doch keine so wichtige Tugend?
Wir schummeln uns ja gerne so durch, vor allem, wenn es sonst peinlich wird für uns.
Wenn aber das Prinzip: Immer leugnen, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist,
zum allgemeinen Verhalten in der Politik wird, haben wir ein Problem.
Nichts wird mehr geglaubt, was Politiker sagen oder gar versprechen.
Und das führt zu Politikverdrossenheit
und zu Wahlverweigerung. Und das höhlt die Demokratie aus.
Hinzu kommt ein neues Problem: Die Berichterstattung im Netz ist nicht mehr überschaubar
und kontrollierbar.
Sog. fake news, gefälschte Nachrichten, greifen um sich, und es gibt keine Kontrolle mehr.
Durch die immer unübersichtlicher werdenden Informationsströme kann man
fake news nur noch schwer  von „wahren“ Nachrichten unterscheiden.
Man muss der Integrität und der Sorgfalt der Journalistinnen und Journalisten vertrauen können,
wenn man sich eine informierte Meinung bilden will..
In Zeiten, wo im Wahlkampf nicht mehr nur Beschimpfungen üblich,
ondern bewusste Falschinformationen an der Tagesordnung sind unter dem Begriff
„alternative Fakten“, kann einen die Angst ankommen.
Sind wir dem hilflos ausgeliefert? Wenn sich nichts ändert, sind das menschliche Miteinander
und die Demokratie ernsthaft in Gefahr.
Was ist dagegen zu tun? Wir halten das für eine wichtige Frage
und möchten mit dem Thema unseres diesjährigen Gebetes
zum Nachdenken darüber anregen und zwar auf dem Hintergrund dessen,
was unsere religiösen Traditionen, vor allem unsere Schriften, dazu sagen.
Ist hier eine Antwort zu finden?

CC

Islamisches Neujahr - al Hidschra 2017

Das islamische Neujahrsdatum wird nach dem Mondkalender berechnet und bezieht sich auf die
Auswanderung (Hidschra) des Propheten Mohammed
mit seinen Gefährten von Mekka nach Yathrib ( = Medina) im Jahre 622  nach christlicher Zeitrechnung. Es ist weniger ein Feiertag vielmehr ein Gedenktag. Dort reorganisierte er die Stadtverwaltung, die als Stadtverfassung von Medina berühmt geworden ist.
Mehr Material zur Hidschra für die Schule in School-Scout. 
 
Das islamische Neujahr begann nach dem Gregorianischen Kalender am
22. September 2017 und eröffnete das Jahr 1439 nach der Hidschra.

Für alle Festtage und religiösen Riten im Islam bleibt jedoch die Berechnung nach dem Mondkalender entscheidend, der dem islamischen Kalender zugrunde liegt. Die Jahreszählung beginnt also mit dem Jahr 1 der Hidschra.

Weitere Details: Beschreibungen von Festen aus 12 Weltreligionen
CC

Freitag, 1. September 2017

Buchblog-Award 2017


Auf die Longlist des Buchblog-Award hat es auch
die Rezensionsseite "Ein-Sichten" geschafft:

https://buchvorstellungen.blogspot.de/

ÜBER DIESEN BLOG

In meinem Rezensions-Blog „Ein-Sichten“ werden regelmäßig Neuerscheinungen
aus deutschen, aber auch ausländischen Verlagen kurz präsentiert
bzw. ausführlich besprochen.
Es handelt sich dabei überwiegend um Fachbücher
zum religiösen Pluralismus, zu Religionen allgemein und aktuell sowie

zu Themen des interreligiösen Dialogs.

Aber auch andere Medien wie Zeitschriften, Filme und Ausstellungen
werden hier vorgestellt und auch mit anderen Themenseiten verlinkt.
Zuweilen bringe ich auch einen älteren Titel wieder in Erinnerung.
Regelmäßig wird das Buch des Monats 
aus der Interreligiösen Bibliothek (IRB) besonders hervorgehoben.
Blogseite der InterReligiösen Bibliothek:
https://religiositaet.blogspot.de/2013/01/interreligiose-bibliothek.html

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KURZINFOS

KATEGORIE: Hauptpreis
GENRES: Literatur, Sachbücher
BLOGGT SEIT: Dezember 2011
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