Donnerstag, 12. Januar 2017

Tunesien, der Islam und die Bedrohung der Demokratie (aktualisiert)

Festung (Ribat) Monastir (Wikipedia)
Tunesien ist derzeit das einzige Land, dem es nach dem Arabischen Frühling gelang, eine demokratische Grundordnung zu etablieren. Diese gesellschaftliche Freiheit ist jedoch höchst gefährdet, weil sie den islamistischen Terrorgruppen ein besonderer Dorn im Auge ist. Das maghrebinische Land zeigt nämlich, dass sog. westlich-säkulare Werte und nordafrikanische Kultur ein freiheitliches Miteinander ermöglichen können. Ein dialogoffener Islam ist selbstverständlich Teil dieser Kultur, wie auch Judentum und Christentum. Man darf nicht vergessen, dass Nordafrika über Jahrhunderte auch von Zeugnissen griechischer und römischer Lebensart geprägt wurde. Davon zeigt beeindruckend das  Nationalmuseum von Bardo - römische und islamische Kunst. --- Dieses Museum wurde am 18. März 2015 von Terroristen überfallen! 

Es war darum ein beeindruckendes Zeichen der Weisheit des norwegischen Nobelpreiskomittees, den  Friedensnobelpreis 2015  dem "Quartett für den nationalen Dialog", zu verleihen. Es setzt sich besonders intensiv für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde ein. 
D
ie Süddeutsche Zeitung so auf den Punkt gebracht (SZ online, 09.10.2015):
"Tunesien und sein Staatsrettungs-Quartett geben eine Anleitung dafür, wie auch andere arabische Gesellschaften aus dem selbstzerstörerischen Kreislauf von religiösem Hass und Gewalt entkommen könnten. Der Friedensnobelpreis belohnt diese viel zu wenig beachtete Anstrengung und zeigt der ganzen Welt, wie tatsächlich geholfen werden kann in dieser Zerfallsregion. Friedenssicherung beginnt mit Prävention, heißt die Botschaft. Der Frieden bleibt dort erhalten, wo vorgesorgt wird und wo sich eine Gesellschaft selbst gegen den Zerfall stemmt."

Presseerklärung:
 
Leibniz-Institut - Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung: hier


Zur Geschichte
Tunesien spielt für die arabische Welt eine wichtige Rolle, weil hier Islam und Demokratie eine kooperative Verbindung eingenangen sind. Es lohnt darum sehr die Geschichte Tunesiens seit der Unabhängigkeit genauer zu bedenken. Dazu verhilft besonders ein Buch von:
Larbi Chouikha, Éric Gobe: Histoire de la Tunisie depuis l’indépendance.
Histoire, No. 658. Paris: La Découverte 2015, 128 p.

Histoire de la Tunisie depuis l'indépendance - Larbi CHOUIKHA, Éric GOBEAu début de 2011, en chassant du pouvoir un dictateur vieillissant, la Tunisie a été propulsée sur la scène médiatique internationale. Initiateur des « printemps arabes », ce petit pays donnait pourtant l’image d’un régime stable, certes dirigé par un despote, mais ouvert sur l’Occident. Cependant, la question de la succession du président Ben Ali amenait certains auteurs à s’interroger sur la durabilité d’un pouvoir largement fondé sur la coercition.
Ce livre apporte des clés pour comprendre la manière dont le régime autoritaire tunisien s’est construit, puis pérennisé, et a été remis en cause. Si le système politique instauré par le président Bourguiba (1956-1987) était sous-tendu par un projet de société modernisateur, celui du président Ben Ali (1987-2011) visait à transformer le pouvoir en un instrument d’accumulation de richesses économiques au profit d’un clan familial. La rupture introduite par la « révolution » de 2011 a ouvert la voie à un nouveau cycle politique.
Larbi Chouikha est professeur à l’Institut de presse et des sciences de l’information (université de la Manouba, Tunisie): Eric Gobe est directeur de recherche au CNRS (IRMC de Tunis). 


Man muss sich vergegenwärtigen: Die aufregenden Ereignisse der sog. Jasmin-Revolution 2010/2011 drohten bald wieder in Unterdrückung durch ultra-konservativ-religiöse Kräfte zu münden. Die Groupe d'Observatoire de la Tunésie (IFEX) und der tunesische PEN-Klub gaben 2012 darum als Mahnung und Aufruf  eine Anthologie zur Revolution heraus:
Pensées en cavales ( = Gedanken-Ausbrüche). Hier wehren sich Friedensaktivisten wie Schriftsteller, Dichter, Journalisten, Fotografen gegen Zensur, Verbote und Einschränkung der Meinungsfreiheit! Diese Menschen versuchen, den Repressionen zu widerstehen und die Barrieren in der Gesellschaft zu überwinden. 
Tunesien hat es nicht einfach: Es ist weiterhin im Inneren wie auch durch die Ereignisse beim Nachbarn Libyen mit islamistischen Terror bedroht. Es muss im Interesse der Völker auf der Nordseite des Mittelmeers sein, dass Tunesien eine Brücke des Friedens, der Freiheit und Verständigung zwischen Orient und Okzident bleibt.

Ergänzende Literatur
  • John Ruedy (eds.): Islamism and Secularism in North Africa.
    New York: St. Martin's Press 1994, XXII, 298 pp., index
  • Jacques Taïeb: Sociétés juives du Maghreb moderne (1500-1900).
    Un monde en mouvement. Préface de Michel Abitbol
    Paris: Maisonneuve & Larose 2000, 223 pp., index

Eine beeindruckende Erinnerung an den April 1914: Die Tunis-Reise der drei Maler
Paul Klee, August Macke und Louis Moillet:

Die Reise führte von Tunis über St. Germain und Sidi Bou Said nach Hammamet und dann in die Wüstenstadt Kairouan, die durch auch als islamischer Wallfahrtsort berühmt ist.
Kultur, Landschaft und Architektur des Maghreb inspirierten diese Künstler so sehr, dass die Nachwirkungen bis heute als interkulturelles Schlüsselerlebnis anzusehen ist. Allerdings fand die Reise kurz vor Beginn des 1. Weltkriegs statt.  Paul Klee schrieb wahrscheinlich in einer gewissen Vorahnung in sein Tagebuch:  "Die Sonne von einer finsteren Kraft. Die farbige Klarheit am Lande verheißungsvoll."  Das klingt fast auch wie eine Botschaft für das Tunesien nach der Jasmin-Revolution.

--- Tunesische Reminiszenzen (Reinhard Kirste)
--- Vgl. Bericht in SPIEGEL online vom 02.12.2010 (mit aktuellen Fotos)
--- Ein Bildband zur Tunisreise (NDR-Rezension vom 20.06.2014)

Donnerstag, 5. Januar 2017

Houston Smith (1919-2016) - "Urgestein" des interreligiösen Dialogs

Der international bekannte amerikanische Religionswissenschaftler Houston Smith starb mit 97 Jahren am 30.12.2016 in Berkeley Kalifornien. Smith gehört zu den bedeutendsten Religionsforschern
und Religionsvermittlern der Gegenwart.
Houston Smith (Wikipedia.en)
Sein Buch The World's Religions (1963)  -ursprünglich The Religions of Man1958 -  wurde in über 3 Millionen Exemplaren verkauft. Die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel: Eine Wahrheit - viele Wege. Die großen Religionen der Welt, 1993 (als Goldmann-Taschenbuch 2004).
Es wurde in über 3 Millionen Exemplaren verkauft und bleibt bis heute eine populäre und zugleich sachkompetente Einführung in die großen Religionen - einschließlich der mündlichen Traditionen ("Urreligionen"). 

Smith wurde als Sohn eines amerikanisch-methodistischen Missionarsehepaars in China geboren und lebte dort 17 Jahre.
Zur Ausbildung kam er in die USA und studierte  an der Central Methodist University und an der University of Chicago.
Als Dozent war er von 1944-1947 an der Universität von Denver,
anschließend 10 Jahre an der Washington University in St. Louis, Missouri

Als Philosophieprofessor lehrte er von 1958 bis 1973 am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Bekannt wurde er auch, weil er an Experimenten mit  psychodelischen Substanzen bei Timothy Leary and Richard Alpert (= "Ram Dass") an der Harvard University teilnahm. 1974 ging er an die  Universität von Syracuse, wo er als Thomas J. Watson Professor of Religion and Distinguished Adjunct bis zu seiner Emeritierung 1983 lehrte. 
Er blieb jedoch Gastprofessor an der University of California, Berkeley.
Wichtig wurden u.a. die Begegnungen mit Frithjof Schuon (1907-1998), Joseph Campbell (1904-1987) und dem Dalai Lama (geb. 1935).
Living the World's Religions. 

The Authorized Biography of a 21st Century Spiritual Giant (2014).
Das Eintauchen von Houston Smith in andere Religionen bedeutete jedoch nicht, dass er sein Christsein aufgab, sondern bewirkte eine modifizierte Vertiefung: "God is defined by Jesus but not confined to Jesus" (Gott wird durch Jesus umgrenzt, ist aber nicht durch Jesus begrenzt). 

Und er betonte: "Wir sind an dem Punkt in der Geschichte angelangt, wo jeder, der sich nur als Japaner oder Amerikaner, nur als Mensch des Ostens oder des Westens versteht, nur ein halber Mensch ist. Die andere Hälfte, die mit dem Puls der gesamten Menschheit schlägt, muss erst noch zum  Erwachen geführt werden. 

(Vgl. die etwas unglückliche deutsche Übersetzung in "Eine Wahrheit - viele Wege, aaO 24)
In dem Bericht der New York Times (01.01.2017) stand, dass Smith bei all seiner Bildung ("wisdomkeeper") das Gebet eines neunjährigen Jungen favorisierte, das dessen Mutter auf einem kleinen Zettel neben seinem Bett fand. Es möge das Gebet für jeden sein: "Dear God, I'm doing the best I can." ("Lieber Gott, ich tue mein Bestes, so gut ich kann").


Für das Parlament der Weltreligionen, aber gewiss für alle an der interreligiösen Begegnung Interessierten, hat der Vorsitzende Robert Sellers, Theologieprofessor an der
Hardin-Simmons-Universität in Texas, 
 eine bemerkenswerte Hommage geschrieben: 

A Hero of Mine
A Tribute by Parliament Chair Dr. Robert Sellers 
All of us can look back over our lives as educators and identify people who have been significant role models. One of those persons for me has been Huston Smith. Perhaps the most important American scholar of religions for five decades, Smith was born the son of Methodist missionaries in Dzang Dok, China, where he spent the first seventeen years of his life. Now ninety-three and confined to a chair in his assisted living apartment in Berkeley, California, the old gentleman— eyes sparkling—”banters in Chinese with his friend, Mr. Lin, the maintenance man”
(Lisa Miller, “Huston Smith’s Wonderful Life,” The Daily Beast, 2009).
I had read and admired Smith’s premier work, The Religions of Man (1958) many years ago, a book that has sold more than 2.5 million copies and been reprinted over sixty times. My own life experience for twenty-five years, living and working in the religiously plural and multicultural world of Java, Indonesia, caused the book I had read in my seminary class in world religions to be fascinatingly illustrated in the lives of my neighbors, friends, and acquaintances of many faiths.
But it was the chance to meet Huston Smith personally that made such a profound impact upon me. While attending a conference entitled “The World’s Religions after 9-11″ in Montreal, Canada, in 2006, I sat very close to the front of a huge convention hall to hear him address thousands of conferees from all over the globe. Unable to stand at the podium, Smith was seated at a table at center stage. With a gentle demeanor and voice projection dimmed by age, he still had no trouble holding the audience spellbound.
At the conclusion of the session, I rushed to the platform to meet him, and rather than tower above this seated and frail world religions giant, I knelt beside his chair, took his hand, and said, “Dr. Smith, you are one of my heroes.” Without pausing, he smiled and replied, “And if I knew you I’m sure that you would be one of my heroes too!”
I’ve thought about that response many times. Here was a man who has spoken all over the globe, been a close friend of Aldous Huxley, Joseph Campbell, and the Dalai Lama, held teaching posts at Syracuse University, MIT, and Berkeley, written more than a dozen important books, studied and observed ritual practices of Vedanta Hinduism, Zen Buddhism, and Sufi Islam for more than a decade each, and has been the subject of numerous articles, books, dissertations, and an award-winning PBS series with Bill Moyers, now affirming me as a person who would inspire and instruct him in some way, if only we were able to know one another better. This humble spirit, desire to keep on learning, and willingness to affirm others are secrets to the man’s greatness.
British essayist Pico Iyer, in his introduction to Smith’s autobiography, Tales of Wonder: Adventures in Chasing the Divine, quotes Henry David Thoreau, who wrote: “To set about living a true life is to go [on] a journey to a distant country, gradually to find ourselves surrounded by new scenes and men” (“Foreward,” HarperOne, 2009, xi). That philosophy is certainly mine, as it has been Huston Smith’s. Journeying to distant countries, finding myself surrounded by new scenes and people—these experiences are the learning laboratories that have changed my own life. My encounters with serious followers of other faith traditions have made me a better Christian. Their devotion to God, as they understand God, and their commitment to living according to God’s ethical Way, as they perceive it to be, have challenged my own devotion to God and desire to live on the Way. Experiences with the Religious Other and the lessons I have drawn from them—how visibly these threads of meaning seem to lead back to this elderly hero of my choosing.
Smith is often asked why he is a Christian, after his having admired, studied, and practiced elements of so many other faiths throughout his lifetime. Bill Moyers also asked him that question.”Because I know my need for forgiveness,” Smith said with great honesty. Raised as a Christian in China, but a student of all the world’s great wisdom traditions, he says “he will never be anything but a Christian. ‘You subtract Christianity from Huston Smith, and there is no Huston Smith left’” (Quoted in Miller, The Daily Beast). And that, too, is a perspective that I claim for myself. The more I learn about religions and religious people in distant places and next door, the more admiration I have for the world’s wisdom traditions — yet, paradoxically, the more committed I am to my own Christian path.
One of the ways Smith explored religious meaning is frequently cited in articles about him. He was at Harvard University participating in psychedelic experiments with Timothy Leary and Richard Alpert (also known as Ram Dass). He was also engaged in the Harvard Project, which sought to raise spiritual awareness through the use of entheogenic plants. But Smith, the Methodist missionary kid and forever Christian, looks back on that period of research with a singularly orthodox eye, claiming: “The goal of spiritual life is not altered states, but altered traits” (www.circlesoflight.com).
What a truism for guiding my days! When all of my ongoing study is finally completed, when academic pursuits, world travel, and busy schedules are reduced to simple days spent confined to a chair in assisted living, will people be able to look at my life—as they most certainly do look at Smith’s life today—and judge that my traits were clearly altered by my faith and exemplified in the way I conducted my spiritual life? I pray so.
Houston Smith und Robert Sellers
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StadtRaum-Newsletter Köln - Januar 2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich schreibe diese Zeilen während eines Kurzurlaubs auf Mallorca. Ruhig ist es hier, die Sonne scheint am klaren blauen Himmel, gefrühstückt wird draußen im Sonnenschein, und in der grünen Umgebung gibt es wunderschöne Blüten zu bewundern. Doch schon morgen geht es zurück nach Köln in den Winter mit Frost, Schnee und heftigen Stürmen.
Diese Kürze des Urlaubs zwingt mich geradezu, jeden Augenblick mit höchster Achtsamkeit zu genießen, denn ich weiß ja, wie schnell schon alles vorbei sein wird. Jede Minute hier zählt und erscheint mir wie ein großes Geschenk des Schicksals.

Gerade jetzt, zum Jahreswechsel, überträgt sich dieses Bewusstsein für die Vergänglichkeit auf mein ganzes Sein und macht mich dankbar für das bisher Erlebte, die vielen bewegenden und faszinierenden Erfahrungen und Begegnungen, die ich machen durfte. Es entsteht zugleich ein Frieden mit der schmerzhaften Seite der Vergänglichkeit, zu der Trennungen und das Enden vieler schöner Situationen und Dinge gehören.

Zum Start ins Neue Jahr 2017 möchte ich Ajahn Chah zitieren. Er empfiehlt uns, sich der Vergänglichkeit bewusst zu sein, um uns so von unseren Problemen zu befreien. Gelingt uns das, erreichen wir Zufriedenheit und Frieden. Dies wünsche ich ihnen alle für das kommende Jahr.

„In Wirklichkeit ist dieses Menschsein nichts Besonderes.
Was auch immer wir sein mögen, es handelt sich nur um den Bereich der äußeren Erscheinungen. Wenn wir diesen Schein hinwegnehmen und das Transzendente sehen, dann werden wir sehen, dass nichts vorhanden ist.
Es gibt einfach nur universelle Merkmale. Geburt am Anfang, Wandel in der Mitte und Vergehen am Ende. Das ist schon alles. Wenn wir sehen, dass es sich mit allen Dingen so verhält, dann entstehen keine Probleme.
Wenn wir das verstehen, dann haben wir Zufriedenheit und Frieden.“
Ajahn Chah, 1918-1992 (Thailand)

Liebe Grüße
Werner Heidenreich

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Fortlaufende Gruppen im (kleinen) StadtRaum

Meditations- und Achtsamkeitskreise
Ort für alle Termine: Moltkestr. 79, 50674 Köln, 1. Etage im Therapieraum, Klingel am Hauseingang neben dem Tor, 6 Euro pro Abend

Di. 19.30 - 20.30 h Liebende Güte Meditation
Mi. 20.30 - 22.00 h Spiritueller Gesprächskreis
Fr. 18.30 - 20.00 h Meditation und Austausch
So. 19.00 - 20.30 h Austausch über unsere Praxis, Fragen und Erfahrungen, jeden 2. und 4. Sonntag im Monat (nur mit Anmeldung)
Anmeldung: 0221-562 58 05, werner.heidenreich@gmail.com

Liebende Güte - Meditationskreis
Wir werden an den Abenden die buddhistisch Metta-Meditation“ praktizieren, in der wir eine wohlwollende und sanftmütige Geisteshaltung aufbauen. Sie richten wir aus auf uns selbst , unserer Familie, unsere Freunde und Bekannte und auch gegenüber den Menschen, die uns Schwierigkeiten bereiten. Diese Form der Meditation kann sehr kraftvoll sein und uns helfen zu einem generell offenen und freundlichen Geist zu kommen, der unseren Alltag friedvoller und angenehmer werden lässt.
Ich biete den Kreis auch deswegen an, um der immer kälter und aggressiver werdenden Grundstimmung unserer Gesellschaft ein Angebot zu mehr menschlicher Wärme und gegenseitigem Wohlwollen zu machen.

Meditations- und Achtsamkeitskreis
Freitags, 18.30 - 20.00 h,
Es wird jeweils 2 Mal 25 Minuten meditiert, zwischen den beiden Sitzperioden gibt es eine Gehmeditation. Nach dem Meditieren folgt ein Austausch zu einem kurzem Text aus einem Buch, meist von Thich Nhat Hanh. 

Spiritueller Gesprächskreis
Mittwochs, 20.30 – 22.00 Uhr
Im Kreis tauschen wir uns über unsere Alltagserfahrungen aus, inspirieren uns gegenseitig und lesen gemeinsam Texte, die uns Hilfe und Orientierung auf unserem Weg geben. Für den Austausch steht die konkrete eigene Praxis im Vordergrund, auf abstrakte Lehrinhalte und theoretische Erwägungen verzichten wir. Einstieg jederzeit möglich, nur mit Anmeldung über Werner Heidenreich, Email: Werner.Heidenreich@gmail.com oder 0221-562 58 05

Austausch über unsere Praxis, Fragen und Erfahrungen - offener Kreis
Immer am zweiten und vierten Sonntag im Monat.
Bitte bei Interesse nachfragen 18.30 - ca. 20.00 Uhr
Auf der Basis von achtsamer Kommunikation tauschen wir uns über das Gelingen und die Schwierigkeiten in den Begegnungen mit unseren Mitmenschen aus. Hierbei helfen wir uns gegenseitig mit unserer Erfahrung und Weisheit.
Erstbesucher können in der Gruppe auch nur als Beobachter teilnehmen. Sie entscheiden selbst, ob sie sich dem neuen Kreis gegenüber einbringen wollen oder lieber erst Mal nur zuhören wollen.
Bitte zum ersten Besuch anmelden: werner.heidenreich@gmail.com
Termine

Di. 10.01.2017 17.00 Uhr DomForum, Domkloster 3, 50667 Köln, Eintritt frei
Die Frage nach dem Bösen in Buddhismus und Christentum
Der Dialog mit den Religionen - Gespräche zwischen Christen und Buddhisten
Referenten: Werner Heidenreich, Buddhist; Dr. Werner Höbsch, Leiter des Referates für interreligiösen Dialog im Erzbistum Köln
Anmeldung nicht erforderlich

So.: 15.01.2017
ClownsTeit feiert in der Comedia ihr 16-jähriges Jubiläum mit
KinderClownTheater, Workshop zum Einblick in das CLOWNS-HANDWERK und
Bühnenpräsentation der CharakterClowninnen.
Ausführliche Informationen findest Du hier. www.clowns-schule.de
ClownsZeit-Die Clownsschule für Frauen
Denise May, Möhlstr. 26 A, 51069 Köln
0221-92232773, info@clowns-schule.dewww.clowns-schule.de

19. – 23.1.2017; Beginn: 19:30 Uhr; Einlass 18:30 Uhr.
Tajet Garden, Alteburger Str. 250, 50968 Köln-Bayenthal; Beitrag 20 €uro.
Satsang mit Samarpan 
Info: Shakti Tel.: 0221- 62 51 92;  www.samarpan.de

20./21.01.17; Beuerhof in der Vulkaneifel
Schwitzhütte zum neuen Jahr
Stille in den weißen Nächte.
Fast noch Vollmond und Schnee auf den Feldern. Wir begrüßen das neue Jahr in der Schwitzhütte, in dem wir uns mit Mutter Erde verbinden und alle unsere guten Vorsätze mit der Kraft der Elemente  Feuer, Wasser, Luft und Erde, verbinden.
www beuerhof.de

27.-29. Januar 2017 im Malfreude Atelier, Köln-Sülz
„Dating creativity“- Point Zero Painting, „Intuitives Malen ist eine Disziplin,
eine Lebensart, eine Meditation“ (Michele Cassou) Seminar
Infos und Anmeldung bei Kathrin Franckenberg, Tel. 0221 20471452, www.malfreude.de

Fr. 10.02.17; 18 - 21 h; VHS Gummersbach, Rathausplatz 1; Nummer: 1004 A, Entgelt: 15,00 €
Buddhismus: Umgang mit Krisen - Annehmen, was ist; Leitung:  Werner Heidenreich
Derzeit erleben wir viele Krisen, von denen uns einige existentiell zu bedrohen scheinen. Krisen wollen wir lieber vermeiden und ein Leben frei von ihnen führen. Aus buddhistischer Sicht gehören Krisen zu unserem Leben. Es geht nicht darum, sie vermeiden zu wollen, sondern einen geschickten Umgang mit ihnen zu entwickeln. Buddhisten entwickeln eine Einstellung, die konstruktiv auf Krisen zugeht, auch ihre positiven Seiten zu sehen versucht. Gelingt dies, verlieren Krisen ihren bedrohlichen und ängstigenden Charakter und werden als natürlicher Verlauf unseres Lebens wahrgenommen. Herr Heidenreich ist u.a. Autor des Buches " In Achtsamkeit zu einander finden – Die buddhistische Sprache der Liebe". Anmelden über VHS Gummersbach

Sa. 11.03.17; 11-16 h; VHS Gummersbach, Rathausplatz 1; Nummer: 1005 A, Entgelt: 40 €
Basisseminar: Achtsamkeit in der Kommunikation Leitung Werner Heidenreich
Kommunikation umfasst unser gesamtes Leben. Sie kann uns in eine tiefe Verbindung mit unseren Mitmenschen bringen und zu Mitgefühl und Verstehen führen. Unachtsame Kommunikation kann dagegen zu Unverständnis, Streit und Trennung führen. Wir lernen die Grundlagen und Voraussetzungen einer achtsamen und einfühlenden Kommunikation kennen, die auf Verstehen und Verstandenwerden basiert. Sehr viel Aufmerksamkeit wird im Kurs auf die innere Haltung gelegt, mit der wir uns und unseren Mitmenschen begegnen. Achtsame Kommunikation bereichert unser Leben, macht es lebendiger und ermöglicht uns auch in Krisen und Konflikten mit den anderen in Beziehung zu bleiben, offen und gewaltfrei mit ihnen zu kommunizieren. Herr Heidenreich ist Autor des Buches „In Achtsamkeit zueinander finden – die buddhistische Sprache der Liebe“. Anmelden über VHS Gummersbach
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Der Beuerhof in der Vulkaneifel sucht Mitbewohner und eine Köchin
Das Begegnungszentrum bietet einem handwerklich geschickten Mitbewohner, als auch unabhängig davon einer Köchin für das Seminarhaus, Gemeinschaftsleben, Wohnraum und Verpflegung für die Mitgestaltung und Betreuung des Projektes. Mehr Infos auf www.beuerhof.de Tel.0170 58 21179

„Was von innen nach außen will“- Point Zero Painting , Intuition Achtsamkeit und Präsenz im kreativen Prozess, 25.-27. November, für Einsteiger!!! Malfreude Atelier, Köln-Sülz. Infos und Anmeldung bei Kathrin Franckenberg, Tel. 0221 20471452, www.malfreude.de

Tanzspass Köln Beginn: 20.30 h, im Nachbarschaftsheim, Kreutzerstr. 5-7, 50672 Köln, Fernsehturmnähe, im Grüngürtel, Bahnhof Köln-West, U-3,4,5,  Hans-Böckler-Platz
Termine: Sa. 14.01./Sa. 28.01.17; http://www.tanzspass-koeln.de/

MUT ZUM SEIN - IMPROVISATIONSTHEATER: Spiel, Humor und Lebenskunst!
Ob für deine berufliche oder persönliche Entfaltung: zu jedem Thema
kannst du auf vielfältige Weise im Spiel eigenschöpferisch forschen,
neue Perspektiven gewinnen, ungewöhnliche Handlungsweisen uns neue
Identitäten erproben, Hemmungen abbauen, deine Gefühle achtsam leben und
die Kunst der spielend leicht gelingenden Kommunikation kennenlernen ...
Dienstags 19.30-21.45 Uhr, fortlaufender Kurs
Einstieg jederzeit möglich
ANGSTHASEN-CLUB
Angst , Unsicherheit, Zweifel und Selbskritik hemmen unsere natürliche Kreativiät. Im Spontanen Spiel lernst du, diese Energien in Akzeptanz, Selbstbewusstsein, Vertrauen und Mut zu verwandeln.
Termin: jeden 3. Donnerstag im Monat, Einzelveranstaltung
MUT ZUM SEIN - ELTERN-KIND-KOMMUNIKATION
Je bewusster wir als Erwachsene mit uns selbst sind, desto freudvoller, kreativer und gelassener gelingt die alltägliche Kommunikstion mit Kinderrn.
Im Spiel finden wir zu neuem Selbstbewusstsein, lernen intuitiv das Richtige
zu tun und üben den authentischen mitfühlende Ausdruck.
Mittwochs 9.30-11.45 Uhr, fortlaufender Kurs
Einstieg jederzeit möglich
Ort: Atelier für Spiel, Humor und Lebenskunst; Möhlstr. 26A, 51069 Köln (ClownsZeit Gebäude im Hof, 1. Eingang)
Leitung: Gisela von Löhneysen, Clownin und Expertin für ganzheitlichen
Selbstausdruck und spielend leicht gelingende Kommunikation. 
Vorkenntnisse nicht erforderlich ...
Bitte vorher anmelden: info@theater-spirit.de, 0176 72241442

ClownsZeit - Die Clownsschule für Frauen
15.01.2017: ClownsTeit feiert in der COMEDIA ihr 16-jähriges Jubiläum mit
KinderClownTheater, Workshop zum Einblick in das CLOWNS-HANDWERK und
Bühnenpräsentation der CharakterClowninnen. Infos: www.clowns-schule.de
19.01.2017: KennenlernAbend: Entdecke die Clownin in Dir, 18.15-20.45 Uhr
28.04.2017: Beginn der nächsten einjährigen Clownbildung: Bitte Prospekt anfordern
Leitung Denise May, Theaterpädagogin und Clownin, Psychotherapeutin (HPG; IntegrativeTanztherapeutin (DGT)
ClownsZeit-Die Clownsschule für Frauen
Denise May, Möhlstr. 26 A, 51069 Köln
0221-92232773, info@clowns-schule.dewww.clowns-schule.de

Raum der Stille. In einer geführten Meditation in die Stille eintauchen
- in die Stille des Herzens und sich in dieser Stille als vollkommen
erfahren. Jeweils Dienstags um 19.00 Uhr in
Troisdorf-Bergheim. Anmeldung erforderlich bei Ursula Sandana Brüsehof
(Lebensberaterin für ein erfülltes Leben): 0228 38765426.

„Europäisches Institut für angewandten Buddhismus“ in Waldbröl,
 ca. 1 Autostunde von Köln entfernt. Infos: www.eiab.eu

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Werner Heidenreich
Moltkestr. 79
50674 Köln
Tel.: 0221 / 562 58 05

Mittwoch, 4. Januar 2017

Händels Oratorium "Israel in Ägypten" interreligiös

Die Thematik des Oratoriums "Israel in Egypt" von Georg Friedrich Händel " nimmt menschliche Grundprobleme auf: Unterdrückung, Sklaverei, Wunsch nach Freiheit.

Werner Ehrhardt  war von 1985 - 2005 Leiter von Concerto Köln. 2004 gründete er das Kammerorchester l'arte del mondo. Seine Konzerte und CD-Einspielungen haben ihn international bekannt gemacht. Darüberhinaus versucht er engagiert, Verbindungen zwischen verschiedenen Musiktraditonen herzustellen. Als Ergebnis eines solchen Dialogs zwischen Juden, Christen und Muslimen ist die Variation von Händels Oratorium "Israel in Ägypten" zu sehen. Denn es treten neben die Barockklänge traditionelle jüdische und sufische Musikweisen.


Entzünden der Chanukka-Kerzen
 mit Lobgesang


Zusammen mit dem israelischen Alol Ensemble unter seinem Leiter Yair Dalal entstand mit Händels Oratoriumstexten aus dem biblischen Exodus-Buch und den Psalmen, aber auch aus der Pessach-Haggada und dem Koran dialogisch Neues. Dieses Projekt "Israel in Egypt entstand 2011. In den letzten Stunden des Jahres 2016 wurde es in der Kreuzeskirche Essen wieder aufgeführtDa der letzte Tag des Chanukka-Festes anbrach, wurde das Entzünden der Kerzen mit Gebet und Lobgesang eingeleitet. 
Die Essener Kantorei unter Andy von Openkowsky war von Anfang an "stimmig und stimmlich" eingebunden. So entwickelte sich, ergänzt durch verschiedene, eher meditative Instrumentalstücke, ein besonderer "Klangraum".
Bei genauerem Hinhören zeigte sich an vielen Stellen, wie nahe die drei musikalischen Traditionen zuweilen aneinander rücken. Dies kam auch dadurch zum Ausdruck, dass die Thematik von Händels Oratorium eine deutliche Zielrichtung bekam: 
From Slavery to Freedom / von der Sklaverei in die Freiheit
Diesen ausführlichen "Trialog" konnten die Zuhörenden im Sinne der Vision interreligiöser Verständigung als Vorblick auf 2017 erleben: Musik überbrückt Grenzen! Allerdings ist es sinnvoll, sich bewusst auf ein Hören des berühmten Oratoriums im Horizont der Nachbarreligionen einzustellen. Unter solchen Vorgaben klingt der Dialog des Friedens noch lange weiter...


Händel  - musikalisch interreligiös
in der Kreuzeskirche Essen


Mehr zur Verbindung verschiedener musikalischer Traditionen
als interreligiöse Begegnung: hier